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Biographie


Chris Jarrett


Chris Jarrett , Sohn einer slawischen Familie, wurde 1956 in Allentown, Pennsylvania geboren und wuchs in den Wäldern der Appalachen auf. Mit 13 Jahren begann er Piano zu spielen und bekam kostenlosen Unterricht vom großen österreichischen Pianisten Vinzent Ruzicka. Nach dem Schulabschluss studierte er Klavier und Musikgeschichte am Oberlin Conservatory in Ohio. Unzufrieden mit dem dortigen Elitestudium und mittellos begann er seine "Wanderjahre": Er arbeitete und lebte als Krabbenfischer am Golf von Mexiko, Fabrikarbeiter in Texas, Büroangestellter in New York City, Küchenhilfe in London. Das waren Berufe, die ihm den Lebensunterhalt sicherten und gleichzeitig Einblicke in die verschiedensten Lebensweisen boten. Sein Weg führte nach Europa.


Seine Karriere beginnt 1985 in Oldenburg.
... Liebt mich nicht Dort angekommen, widmet er sich wieder der Musik, setzt die Erlebnisse seiner Jugend- und Wanderjahre um. In dieser Zeit erscheinen seine ersten Schallplatten ("Tanz auf dem Vulkan", "Aufruf"), sowie seine Ballettmusik "Für Anne Frank" (Choreographie: I. Collett) und sein erstes symphonisches Werk "... Liebt mich nicht" (Choreographie: I. Collett).
1988 und 1989 lehrt er an der Carl-von-Ossietzky Universität in Oldenburg, seine Liveauftritte mehren sich, er komponiert unter anderem Filmmusiken wie "Happy End" (Regie: W. Pfeiffer) und das Choreodrama "Long Play" für das Nationaltheater Subotica unter Nada Kokotovic (Regie).
1989 bis 1994 tritt Chris Jarrett in Polen, Italien, den USA und der Sowjetunion auf, seine CD "Fire" erscheint, er schreibt unter anderem die Filmmusik für "Faust" (Regie: W. Murnau).
1994 bis 1996 tourt er durch ganz Europa mit seiner Filmmusik zum Stummfilm "Panzerkreuzer Potemkin" (Regie: S. Eisenstein). Er arbeitet an seiner Oper "Donne - a poetic Opera", seine CD "Live in Tübingen" erscheint.
Anläßlich einer Preisverleihung an Richard Weizsäcker trägt er seine Tanztheaterkomposition "Hände" vor.
Die Zusammenarbeit mit Dietrich Petzold, Gina Pietsch, und Hermann Nähring führt zu einer Komposition für Rezitator und Ensemble, "Wege".
Im Sommer 1996 trifft er sich in Tunesien mit dem Lautenspieler Muhammed Zin-El-Abidine zu gemeinsamen Konzerten und Fernsehauftritten. Diese Konzerte führen zu der Bildung der internationalen Gruppe "Les Musiciens du Monde" mit Basis in Tunis.
1997 tritt Chris Jarrett in Schweden, Dänemark, Deutschland und Frankreich auf und erhält zusammen mit der deutschen Künstlerin Isabelle Federkeil einen Kompositionsauftrag. Das "Gesamtkunstwerk" besteht aus Plastiken und Gemälden für einen Kirchenturm und "Erlösungen 3?", einem Oratorium für Chor, Orgel und drei Posaunen.
In the Ukraine Die Begegnung mit dem mexikanischen Gitarristen Roberto Limón, der C. J. in Texas auf der Bühne erlebt hat, inspiriert Chris Jarrett zur Komposition eines Gitarrenkonzertes.
Er macht Aufnahmen mit dem bekannten ungarischen Violinisten Zoltan Lantos und führt eine außerordentlich erfolgreiche Solo-Tournee auf den großen Bühnen der Ukraine durch.
1998 entstehen Kompositionen wie die Hymnenvariationen "Spes Unica" (für 2 Sänger und Kammerensemble) und "Ommmmm" (Kantate fü Frauenchor und Rockgruppe).
1999 ist Chris Jarrett weiter als Solist auf Tour, gibt aber auch Konzerte mit Musikern wie Zoltan Lantos, Ramesh Shotham und Urna Chahar Tugchi. Außerdem widmet er 1999/2000 der Fertigstellung seiner Oper "John Donne".
In den Jahren 2001/2002 tourt Chris Jarrett wieder in Deutschland, Jugoslawien, Frankreich und Polen, widmet sich aber auch der Gründung des Chris Jarrett Trio.
2003 spielt das Trio u.a. neben Wolfgang Dauner und Dennis Russell Davies zur Eröffnung des neuen Theaterhauses in Stuttgart. Die Premiere von Shakespeares Romeo und Julia im Kinder- und Jugendtheater Düsseldorf (Regie: Guido Schumacher) mit neu komponierter Bühnenmusik von Chris Jarrett findet statt. Im November tourt Chris Jarrett durch Serbien, wo er auch in der renommierten Kolarac Hall (als "Carnegie Hall des Balkans" bekannt) mit einem begeistertem Publikum belohnt wird.
Ende 2003 führt ein Auftrag der griechischen Pianistin Joula Zografou zur Komposition von "Suite Grecque". Diese Suite für 2 Klaviere, Klarinette und Percussion nutzt die Tanzrhythmen traditioneller griechischer Musik, führt sie aber durch Neuharmonisierungen und moderne Variationstechniken ins 21. Jahrhundert. Erste Aufführungen finden in Athen, Theben und Alexandropolis statt.
Im Mai 2004 folgen Solo- und Trio-Auftritte in Österreich, Bayern, der Schweiz und Marokko. Im September findet die Premiere des künstlerischen Doku-Films "Geträumtes Leben - Gelebter Traum" (Regie: Karl-Heinz Heilig / Musik: Chris Jarrett) statt. Am Ende des Jahres reist Chris Jarrett mit "Suite Grecque" nach Kairo, um seine Musik in der dortigen Oper aufzuführen.
2005 beginnt die Arbeit mit einer neuen Gruppe: Four Free. Dieses "Hardcore-Kammermusik"-Ensemble, das seinen ureigenen Klang entwickelt hat, besteht aus drei der originalsten improvisierenden Musiker Frankreichs (Adrien Dennefeld, E-Gitarre; Jérôme Fohrer, Kontrabaß; Pascal Gully, Schlagzeug) und Chris Jarrett. In diesem Jahr erstellt Chris Jarrett auch eine Komposition für das Rahmenprogramm der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. "Viertelfinale" für 11 Streicher und Dirigenten/Referee besteht aus Motiven, die ein Fußballspiel in die Sprache der zeitgenössischen Musik (und nicht ohne Humor) umsetzen.
Im Oktober 2006 kommt sein Sohn Ivan Shaoki in der Nähe von Paris zur Welt. Chris Jarrett zieht für eineinhalb Jahre dorthin und lässt seine Karriere in dieser Zeit ruhen. Zu Beginn des Jahres 2008 zieht er wieder nach Deutschland und widmet sich erneut der Komposition. 2009 beginnt Chris Jarrett eine Zusammenarbeit mit dem virtuosen türkischen Saz-Spieler Ismael Türker, tourt durch Deutschland und Kanada mit seinem neuen Soloprogramm und gibt seinen überarbeiteten, 2 Jahre dauernden Kursus "Musik in der Geschichte". Im September erscheint die erste CD seines Quartetts "Four Free"" mit dem Titel "Wax Cabinet". Neben Solo-Konzerten und Piano-Workshops begleitet Chris Jarrett 2010 die renommierte Sopranistin Jayne Casselman bei Liederabenden, ist mit "Four Free" auf Tour (u.a. auf dem Jazz Fest Wien und dem Jazzbina Pula) und komponiert ein Werk für das Offenbach Festival in Bad Ems.

Seine Musik entspringt seinem starken Kommunikationsbedürfnis. Sie ist so vielfältig wie die Ideen, die er in Musik umsetzt. Er setzt sich über Stilzwänge hinweg. Chris Jarrett nutzt die Struktur der Klassik und die Freiheit der Jazzimprovisation, er kombiniert die Durchführungsliebe der E-Musik mit der Lebenslust des Jazz. Das Spektrum seines Ausdrucks ist weit: wild, rhythmisch, innig, episch, melancholisch, jazzig... Seine musikalischen Vorbilder stammen aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen: Johannes Ockeghem, Sergej Prokofiev, Charles Mingus und Frank Zappa.

Chris Jarrett am Flügel

Seine Konzerte
Chris Jarrett's Publikum ist sehr gemischt, nicht auf Liebhaber von Klassik und Jazz zu beschränken. Seine Zuhörer sind für ihn Zentrum seiner Live-Auftritte, sie will er begeistern, nachdenklich machen, sich ihnen vermitteln. Die Musik wird nicht gespielt, sie findet statt ...


Fotos: Wolfgang Schmidt u.a.



www.chrisjarrett.de    last modified: 2010/06/20